Husum 2011
Im hohen Norden "ging die Post ab"
Ein gelungener Pfingstausflug.
Karen und Rolf Wiesendanger - unsere fröhlichen und erfahrenen Gastgeber - hatten uns nach Husum mit anschließender Fahrt auf die sehenswerte Hallig Hooge eingeladen. Nach sehr schleppenden Anmeldungen (warum passiert das immer wieder?) setzte plötzlich ein „Run“ auf diese Veranstaltung ein, sodass Rolf bei der Verteilung der Zimmer schon arg „ins Schwitzen“ geriet, da sein sehr schick renoviertes Hotel verständlicherweise ausgebucht war.
Der Wettergott war uns am Anreisetag (Pfingstsamstag) hold, auch wenn es etwas frisch um die Nase wehte, was aber die meisten Morganauten nicht störte, denn man saß bei unserem Eintreffen am späteren Nachmittag schon eine lange Zeit draußen, genoss die wenigen Sonnenstrahlen , die Gastfreundschaft und natürlich das ein oder andere Gläschen.
Am Abend hatten Karen und Rolf ein sehr uriges Husumer Restaurant ausgewählt, wo wir in froher Runde - immerhin mit 23 Personen - das gute Essen und so manches kühle Getränk genossen. Insbesondere unser neues Mitglied aus Husum - von Karen und Rolf angeworben - überzeugte uns davon, dass man auch im Norden nicht nur Bier, sondern auch die ein oder andere Flasche Wein leeren kann. Die Stimmung war allseits ausgezeichnet und es fiel schwer, die lustige Runde aufzulösen. Der Gedanke daran, dass man ja am nächsten Morgen auf ein Schiff musste und nicht wusste, ob dann vielleicht zu viel Seegang sein könnte, lies die Gesellschaft dann doch in Richtung gemütliche Hotelbetten aufbrechen.
Begrüßt wurden wir am Morgen mit einem wirklich ausgezeichnetem Frühstücksbuffet, das der viel gereiste Autor (wird nicht gesponsert) selten zuvor gesehen hatte. So gestärkt ging es dann in unsere Moggis , um nach Schüttsiel zu fahren, wo unser Schiff nach Hallig Hooge ablegte. Bei Sonnenschein und flacher See genossen wir die Überfahrt, die von fachmännischen Kommentaren des Bootsführers begleitet wurden.
Karen und Rolf hatten schon eine Pferdekutsche bestellt, die wir nach Ankunft bestiegen, und die uns dann ein Stück auf der sehr schönen Hallig begleitete. Nächster Haltepunkt nach kurzer Fahrt war dann das „pompöse“ Kino der Hallig, wo wir einen sehr interessanten Film über die Sturmflut anschauen konnten. Sehr beeindruckend!
Gleich in der Nähe des Kinos war dann die „City“ von Hooge, die mit zahlreichen kleinen Restaurants, Souvenirgeschäften usw. zur Kaffepause einlud. Danach stand dann unsere Kutsche wieder bereit, um uns bis zum nächsten Restaurant zu bringen, wo wir bei Sonnenschein und guter Laune ein Mittagessen einnahmen, bevor wir dann bei immer noch ruhiger See die Rückreise - vorbei an Seehundsbänken - antraten.
Unsere Autos standen wohl behütet auf einem organisierten Parkplatz - und so konnte es losgehen Richtung Husum - aber - unser lieber Rolf hatte an seinem Morgan das Licht brennen lassen und so versuchten wir mit Kraft und Zuversicht, sein Auto anzuschieben. Vergeblich. Aber dann fand sich ein Überbrückungskabel, das wir mühsam an der etwas versteckten Morganbatterie befestigen konnten.
In flotter Fahrt ging es dann von Schüttsiel zurück nach Husum. Auch hier war dann schon wieder ein nettes Restaurant am Hafen von unseren Gastgebern gebucht worden. Rolf lief im Laufe des Abends zur Hochform auf, vergebens in die Schranken verwiesen von seiner charmanten Karen.
Die in dieser Form noch nie gemeinsam aufgetretene Gesellschaft lebte an diesem Abend auch von „hoch interessanten“ Fragen, wer wohl wen wann und wie kennen gelernt hatte. Leider wurde dieses Geheimnis bis zur Stunde nicht gelüftet, doch wir sind guter Hoffnung, dies bald heraus zu finden. Vielleicht verrät uns ja der knuffige Hund der Beiden, wie es zu Allem gekommen ist.
Der Abend verlief - wie vermutet - in Hochstimmung, zumal zum Schluss dann auch noch der im Norden übliche „Verdauungsschnaps“ dazu beitrug. Leicht besäuselt trat man den Heimweg an.
Am nächsten Morgen hieß es Abschied nehmen von einem schönen Hotel und von reizenden Gastgebern. Danke - liebe Karen, lieber Rolf. Es ist immer wieder supernett bei und mit Euch!
Aber damit war das Wochenende noch nicht am Ende, denn die meisten von uns sind dann noch zu unserem „Urgestein“ des Morganclubs Nord zu Archie Schäfer und seiner immer jünger wirkenden Frau Marlies nach Süderlügum gereist. Archie hatte eingeladen, da er immerhin schon 70 Jahre alt wurde. In seinem und des Nachbarn Garten war ein Festzelt aufgebaut und bei herrlichem Wetter konnte man auch draußen nette Gespräche führen.
Gegen Mittag gab es dann ein viel gelobtes Spanferkel, Kraut und Püree, ein leckeres Bierchen und viel Lob für die Gastgeber. Archie erhielt dann nach einer kurzen Ansprache, bei der auch die Frage, wann denn wohl sein Morgan wieder auf die Straße kommt (die Frage stelle ich schon 10 Jahre) die Plakette der Sektion Nord für besondere Verdienste um die Sektion. Man hatte den Eindruck, dass er sich darüber sehr gefreut hat.
Dunkle Gewitterwolken zogen auf und wir davon. Die Strecke war trotz Pfingstmontag problemlos zu fahren und so bleiben uns nur wundervolle Eindrücke von einem lustigen und sehr unterhaltsamen Pfingstwochenende.
Georg Müller


























